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Various - Die Neue Deutsche Welle (NDW) Aus grauer Städte Mauern - Die Neue Deutsche Welle (NDW) 1977-85, Teil 4

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Various - Die Neue Deutsche Welle (NDW): Aus grauer Städte Mauern - Die Neue Deutsche Welle (NDW) 1977-85, Teil 4

2-CD Digipak (6-plated) with 146-page booklet, 43 tracks. Total playing time approx. 162 minutes
  • The most comprehensive audio documentation presenting the entire history of NDW, 'Neue Deutsche Welle' ('German New Wave'), from 1977 to 1985.
  • All the NDW pop tunes. Featuring Deutsch-Amerikanische Freundschaft, Grauzone and Mittagspause or Münchener Freiheit, also featuring  Trio and Joachim Witt….
  • Songs like Kebab Träume, Eisbär, Der Knutschfleck or Berlin bei Nacht
  • Plus avantgarde bands and artists, Punk, Pop, early Electronics and Rock.
  • A total of four 2-CD sets, more than 10 1/2 hours of music, licensed from major companies, small indies, and from bands and artists direct.
  • More than 600 booklet pages with bios, original sleeve reproductions, photos and illustrations.

Article properties: Various - Die Neue Deutsche Welle (NDW): Aus grauer Städte Mauern - Die Neue Deutsche Welle (NDW) 1977-85, Teil 4

Various - Die Neue Deutsche Welle (NDW) - Aus grauer Städte Mauern - Die Neue Deutsche Welle (NDW) 1977-85, Teil 4 CD 1
01 Kebab Träume Deutsch Amerikanische Freundschaft (DAF)
02 Besuchen Sie Europa (solange es noch steht) Geier Sturzflug
03 Beat Of 2 Palais Schaumburg
04 Radio War Die Unbekannten
05 In meinen Armen Cosa Rosa
06 Wo ist der Dom? Siluetes 61
07 Tango 2000 Nichts
08 Morgens in der U-Bahn Lüül
09 Marie Relax
10 Tretboot in Seenot Frl Menke
11 Jung kaputt spart Altersheime Bärchen und die Milchbubis
12 Polaroid Front
13 Clever & Smart Male
14 Berlin bei Nacht Bel Ami
15 Auf'm Bahnhof Zoo Nina Hagen Band
16 Zauberstab ZaZa
17 Der Knutschfleck IXI
18 Wo bist du? Spider Murphy Gang
19 Kleine Taschenlampe brenn' Markus
20 Sommersprossen UKW
21 Anna – lassmichrein lassmichraus Trio
22 Eisbär Grauzone
Various - Die Neue Deutsche Welle (NDW) - Aus grauer Städte Mauern - Die Neue Deutsche Welle (NDW) 1977-85, Teil 4 CD 2
01 Irgendwie, Irgendwo, Irgendwann Nena
02 Sehnsucht Purple Schulz und die Neue Heimat
03 Eiszeit Ideal
04 Polizisten Extrabreit
05 Strom Morgenrot
06 Katharine Steinwolke
07 Ausgesetzt Korpus Kristi
08 Dollars und Deutschmarks Fehlfarben
09 Der Mussolini Deutsch Amerikanische Freundschaft (DAF)
10 Eisbär Disko Die Radierer
11 Endzeitliebe Kastrierte Philosophen
12 Afrika (ist der Massa gut bei Kassa) Erste Allgemeine Verunsicherung
13 Das steht dir gut Rheingold
14 Ich werde in der Sonne immer dicker Die Zimmermänner
15 Mein Saxophon Krischan
16 Märchenblau Joachim Witt
17 Alternativ Front
18 Television The Wirtschaftwunder
19 Ohne Dich (schlaf ich heut nacht nicht ein) Münchener Freiheit
20 Herzlichen Glückwunsch Spliff
21 Militürk Mittagspause
Die Neue Deutsche Welle - NDW Kaum eine Musikrichtung hatte Ende der 70er/Anfang der... more
"Various - Die Neue Deutsche Welle (NDW)"

Die Neue Deutsche Welle - NDW

Kaum eine Musikrichtung hatte Ende der 70er/Anfang der 80er Jahre die musikalische Nation so sehr gespalten wie die “Neue Deutsche Welle“. Für die einen zu schräg oder zu abgefahren, für die anderen der Aufbruch zu neuen musikalischen Ufern, ein belebender Aspekt in der dümpelnden Musiklandschaft oder ein Energie-Stoß für eine gesamte Branche und für wieder andere einfach nur zu albern oder übelster Kommerz.

Die “Neue Deutsche Welle“ war bis Anfang der 80er, vor der kommerziellen Entdeckung durch die Major-Labels. Eine authentische Untergrundbewegung, deren Ursprünge direkt in der britischen Punk- und New Wave-Bewegung lagen.

Etliche Bands von damals konnten und/oder wollten den Schritt auf die kommerzielle Seite des Geschäfts nicht mitvollziehen und gerieten später in Vergessenheit. Ende der 70er war es höchste Zeit, dass sich in der deutschen Musikszene etwas bewegte. Jahrzehnte wurde fast ausschließlich die englische und US-amerikanische Musik kopiert. Die einzigen deutschen/deutschsprachigen Stars hießen Udo Lindenberg, Peter Maffay oder Marius Müller-Westernhagen.

Die “Neue Deutsche Welle“ war das “einzige nennenswerte Pop-Ereignis in Deutschlands populärer Musik seit dem Zweiten Weltkrieg“ (Thomas Schwebel v.d. “Fehlfarben“). Daraus wuchs eine Independent-Szene, die noch heute einen Marktanteil von ca. 20% hat und die sich seit weit über 30 Jahren gegen die Major-Labels behaupten kann. Aber es gab wohl auch kaum eine Musik-Szene, deren Start von der Musikindustrie so verschlafen, anfangs bekämpft, dann blitzartig übernommen, so brutal-rücksichtslos vermarktet und so schnell so eiskalt wieder fallen gelassen wurde. Keine Musikrichtung war vor dem Etikett “NDW“ sicher – Pop, Rock, Blues, Punk, Dilettanten, Volksmusik, Atonal, Schlager, Rockabilly - alles wurde eingemeindet und mit dem Etikett “Neue Deutsche Welle“ versehen. Was Mitte der 80er in seichten Schlagerpop überging, hatte mal als Aufstand gegen eine erstarrte Musikwelt begonnen, als Gegenwehr gegen die schwerfällige internationale Popmusik.

Eigenproduktion und Eigenvertrieb

Die Musiker und Bands produzierten plötzlich mit den einfachsten Mitteln und begannen selbst eigene Strukturen aufzubauen, um sich gegen die Gigantomanie der übermächtigen Major-Labels aufzulehnen, sich nicht hineinreden zu lassen und selbst die Kontrolle über ihr “Produkt“ zu behalten (“Rondo“-Werbespruch: “Höre Staune gute Laune“). Eigenproduktion und Eigenvertrieb von Singles in kleinen Stückzahlen, kleine unabhängige “DIY“ (Do It Yourself) - und Selbstverlags-Labels wie “Schallmauer“, “Rondo“, “No Fun“, “Pure Freude“, “Rip Off“, “Atatak“, “Zick Zack“, “Konneckschen“ und alternative Plattenläden schufen die Voraussetzungen dafür.

Die Verwendung von deutschen Texten

Die Verwendung von deutschen Texten, die ein neues bislang unbekanntes Zusammengehörigkeitsgefühl schuf, hatte schon die deutsche Punkszene erfolgreich eingeführt. Sowohl junge, als auch gestandene Musiker, die in der damaligen Zeit kaum etwas zu verlieren hatten, ließen sich von der Philosophie und von den Erfahrungen der Punks anstecken. Wie schon in der Mitte der 70er war plötzlich alles machbar und möglich („Das Kannst Du Auch“). Die ausgeknobelten Arrangements, die überladenen Produktionen, die “zentnerschweren Botschaften“ (ICHWILLSPASS) wurden einfach über Bord geworfen, um der spartanischen Instrumentierung und den einfachen Akkordfolgen Platz zu machen.

Jeder spielte so, wie er konnte, komponierte so wie er wollte und produzierte in der Küche, einer Ecke des Schlafzimmers oder – fast schon professionell – in der Garage. Die Bands nahmen in Eigenregie Platten oder Musik-Cassetten auf, die sie dann anfänglich eigenhändig, dann im Eigenvertrieb in die Läden brachten und waren darauf angewiesen, sich und ihre Musik zu vermarkten (Es Geht Voran).#

Kleine Labels und wachsenden Vertriebsstrukturen

Auf jeden Fall war die “NDW“ eine Initialzündung der kleinen Labels mit ihren wachsenden Vertriebsstrukturen und den neuen Vertriebswegen. Mit den einfachsten und simpelsten Produktionen, die teilweise bis heute Bestand haben, obwohl so einige Innovationen auf der Strecke blieben. Die große Musikindustrie wurde damals regelrecht ausgekontert und bestaunte anfänglich nur dieses Phänomen. Schuld daran waren nicht zuletzt die sogenannten Talentscouts, die Musikindustrienasen in Nadelstreifen und Hipsterbärten, die schon Jahrzehnte keinen Musikclub mehr von innen gesehen hatten.

Die großen Plattenfirmen setzten immer nur auf die Topverdiener der Branche, ohne dafür zu sorgen, dass neue Acts heranwachsen konnten und setzten auf die Trends, die garantiert bereits am Abebben waren. Auf jeden Fall bestimmte die “NDW“ eine kurze und entscheidende Zeit der deutschen Rockmusik. Die “Neue Deutsche Welle“ brachte furchtbare Songs hervor, die äußerst ernst gemeint waren, furchtbar belanglose Stücke, die nicht so ernst gemeint waren, extrem gute Titel, die auch so gemeint waren und Songs, die die Zeit überdauert haben und die heute als echte Klassiker gelten.

Punkrock und der “New Wave“

Die Bezeichnung “Neue Deutsche Welle“ bezeichnete die (fast ausschließlich) deutschsprachige Variante des Punkrock und der “New Wave“, die ab der zweiten Hälfte der 70er die internationale Rockmusikszene umkrempelte. 1977/78 tauchten auch in Deutschland etliche lokale neue Bands auf, die nach dem Vorbild des englischen Punkrock eine eigenständige Rockentwicklung in Gang setzten und dabei erstmals völlig unverkrampft die deutsche Sprache für ihre Songs nutzten. Bis dahin hatten sich nur Udo Lindenberg, Reinhard Mey, “Ihre Kinder“, Marius Müller-Westernhagen und Peter Maffay um deutsche Texte verdient gemacht. Ansonsten sangen in den 70ern die westdeutschen Bands in englischer Sprache. Der “NDW“ ist es zu verdanken, dass die deutsche Sprache auf breitem Feld im Bereich der deutschen Rock- und Pop-Musik Einzug halten konnte.

Dahinter standen auch die sich verschärfenden sozialen Spannungen und Konflikte der rapide wachsender Jugendarbeitslosigkeit der 70er und ein um sich greifendes Gefühl der sozialen Perspektivlosigkeit, die sich in dieser Musik einen unmittelbaren Ausdruck zu verschaffen suchte, statt wie bisher Rockmusik schon von vornherein mit englischsprachigen Texten auf den internationalen Vermarktungszusammenhang hin zu konzipieren. Dabei war die “NDW“ eine vornehmlich westdeutsche Angelegenheit, denn in der DDR wurde schon von jeher deutsch gesungen. Dies lag aber nicht an einem “höheren Selbstbewußtsein oder einem schöpferischen Vorsprung“ (MUNZINGER) der DDR-Rocker. Der DDR-Rockmusik wurde die deutsche Sprache von staatlicher Seite vorgeschrieben. Dass aber ausgerechnet mit Nina Hagen und ihrer ersten “West“-Band der erste “NDW“-Megastar aus der DDR kam, passte in die Aufbruchstimmung, die scheinbar alles ermöglichte

Die Zeitschrift “Die 80er“

Der Begriff “Neue Welle“ wurde erstmals 1977 vom Joseph-Beuys-Schüler Jürgen Kramer verwendet. In den 80ern setzte sich Kramer intensiv mit “Punk“ und “New Wave“ auseinander und brachte die Zeitschrift “Die 80er“ heraus. Auf einem von ihm gestalteten Plakat für ein Konzert in Gelsenkirchen verwendete er den Begriff “Deutsche Welle“. Der Begriff “Neue Deutsche Welle“ tauchte erstmalig im August 1979 im Musikmagazin “Sounds“ auf. Dort hatte der Westberliner Labelbetreiber und Plattenhändler “Zensor“ (Burkhardt Seiler) eine Anzeige des Debüt-Albums der “Deutsch Amerikanischen Freundschaft“ geschaltet und – gemeinsam mit dem “Sounds“-Journalisten Hans Keller die Bezeichnung “Neue Deutsche Welle“ kreiert.

Alfred Hilsberg

Im Oktober 1979 wurde der Begriff dem Musikjournalisten, späteren “Zick Zack“-Labelchef und “Paten des deutschen 'New Waves'“ (MUNZINGER) Alfred Hilsberg in einer wegweisenden und dreiteiligen Artikelserie von der “Sounds“-Redaktion gegen seinen Willen vor die Nase gesetzt; “Neue Deutsche Welle – Aus Grauer Städte Mauern“. In Westdeutschland und Westberlin findet eine neue Musik statt. Sie wird gemacht und wird gehört. Einige nennen es immer noch 'Punk' und wollen es sein. Andere wissen mit diesem Begriff nichts mehr anzufangen.

Dutzende von Gruppen arbeiten in Wohnzimmern, Übungsräumen, Studios. Manche spielen, um sich und ihren Fans Spaß zu bringen. Andere haben ernstere Ansprüche, entwickeln Konzepte, neue Töne. Und arbeiten mit deutschen Texten. Sie spielen in wenigen Clubs, organisieren bereits erste Tourneen. Treten auf Lastwagen auf. Keiner lebt von der neuen Musik, Sie gehen arbeiten, zur Schule, studieren, nehmen Kredite auf, wohnen zu Hause oder in einer Kommune. Manche sind erst 15, andere bald 30. Die 'neue Welle' ist schon lange nicht mehr Anhängsel der angloamerikanischen 'Rock-/Punk'-Tradition. Die Auseinandersetzung mit sich selbst, mit dem Leben hier und heute, schafft neue Inhalte/Formen“ (Alfred Hilsberg in SOUNDS).

Die großen Plattenlabels

Die großen Plattenlabels ignorierten anfangs die Gruppen der “Neuen Deutschen Welle“. Sie waren ihnen zu grob, zu ungestüm, galten als nicht kommerziell und nicht vermarktbar. Auf der anderen Seite gab es auch bei den Bands und beim Publikum größte Vorbehalte gegen eine Zusammenarbeit mit der Großindustrie. Die großen Plattenfirmen wurden von vielen jungen Bands abgelehnt, da man sich mehr als Subkultur sah und häufig nicht gemeinsame Sache mit den "Kapitalisten" machen wollte.

Also wurden unabhängige Labels gegründet, um ganz nach dem englischen Vorbild neue Bands selbst zu vertreiben. Allerdings änderte sich dieser Zustand zusehends mit dem immer größer werdenden Interesse der Mediengiganten. Die ersten Vermarktungskampagnen mit Gruppen wie “Fehlfarben“, der “Nina Hagen Band“ oder der “D.A.F.“ stießen allseits auf viel Resonanz und die Major-Labels nahmen plötzlich so ziemlich alles unter Vertrag, was deutsch sang, einigermaßen neu oder auch nur “lustig“ klang – auch wenn es mit dem Etikett “NDW“ nichts zu tun hatte – notfalls wurden Retortenbands ins Leben gerufen.

Various - Die Neue Deutsche Welle (NDW) Vol.1, Aus grauer Städte Mauern - NDW 1977-85

Auszug aus...
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4 Aug 2017

Gut

Ich habe schon viele Schallplatten und CD's der NDW, aber hier sind Aufnahmen die ich noch auf keinen Sampler bekommen habe, deshalb sind die CD's eine Bereicherung der NDW.

25 Apr 2017

Beste NDW-Reihe wo gibt!

Endlich mal ein Konzept hinter der Neuauflage von längst vergessenen Kulttiteln und abgenudelten Schlagern. Schräger Mix aus den damaligen DJ-Hits und vernachlässigten Produkten der alternativen Szene. Die vier Doppel-LPs sind nicht gerade Cheapos doch mit dem dicken Buch und der Superqualität allemal das Geld wert.

24 Apr 2017

bärig gut

ich möcht so gern ein Eisbär sein!

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Tracklist
Various - Die Neue Deutsche Welle (NDW) - Aus grauer Städte Mauern - Die Neue Deutsche Welle (NDW) 1977-85, Teil 4 CD 1
01 Kebab Träume
02 Besuchen Sie Europa (solange es noch steht)
03 Beat Of 2
04 Radio War
05 In meinen Armen
06 Wo ist der Dom?
07 Tango 2000
08 Morgens in der U-Bahn
09 Marie
10 Tretboot in Seenot
11 Jung kaputt spart Altersheime
12 Polaroid
13 Clever & Smart
14 Berlin bei Nacht
15 Auf'm Bahnhof Zoo
16 Zauberstab
17 Der Knutschfleck
18 Wo bist du?
19 Kleine Taschenlampe brenn'
20 Sommersprossen
21 Anna – lassmichrein lassmichraus
22 Eisbär
Various - Die Neue Deutsche Welle (NDW) - Aus grauer Städte Mauern - Die Neue Deutsche Welle (NDW) 1977-85, Teil 4 CD 2
01 Irgendwie, Irgendwo, Irgendwann
02 Sehnsucht
03 Eiszeit
04 Polizisten
05 Strom
06 Katharine
07 Ausgesetzt
08 Dollars und Deutschmarks
09 Der Mussolini
10 Eisbär Disko
11 Endzeitliebe
12 Afrika (ist der Massa gut bei Kassa)
13 Das steht dir gut
14 Ich werde in der Sonne immer dicker
15 Mein Saxophon
16 Märchenblau
17 Alternativ
18 Television
19 Ohne Dich (schlaf ich heut nacht nicht ein)
20 Herzlichen Glückwunsch
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