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Django Reinhardt Djangologie 13 (1942-1943) (LP)

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Djangologie 13 by Django Reinhardt brings together 14 recordings from 1942–1943 on LP. The...more

Django Reinhardt: Djangologie 13 (1942-1943) (LP)

Djangologie 13 by Django Reinhardt brings together 14 recordings from 1942–1943 on LP. The selection includes Première Idée d’Eddie, Nympheas, Féerie, Belleville, Lentement, Mademoiselle, Douce Ambiance, Manoir de mes rêves, Oui, Cavalerie, Fleur d’Ennui, Blues Clair, Improvisation N°3, Part 1, Improvisation N°3, Part 2 and Belleville. These recordings document an important period in Django Reinhardt’s musical work during the early 1940s.

Article properties:Django Reinhardt: Djangologie 13 (1942-1943) (LP)

  • Interpret: Django Reinhardt

  • Album titlle: Djangologie 13 (1942-1943) (LP)

  • Genre Jazz

  • Geschwindigkeit 33 U/min
  • Vinyl record size LP (12 Inch)
  • Record Grading Mint (M)
  • Sleeve Grading Near Mint (NM or M-)
  • Artikelart LP

  • Label EMI - Pathe Marconi

  • EAN: 2500006579220

  • weight in Kg 0.2
Reinhardt, Django - Djangologie 13 (1942-1943) (LP) LP 1
01Hubert Rostaing Et Son Orchestre– Premiere Idée D'EddieDjango Reinhardt
02Django's Music– NympheasDjango Reinhardt
03Django's Music– FeerieDjango Reinhardt
04Django Et Le Quintette Du Hot Club De France– BellevilleDjango Reinhardt
05Django Et Le Quintette Du Hot Club De France– Lentement MademoiselleDjango Reinhardt
06Django Et Le Quintette Du Hot Club De France– Douce AmbianceDjango Reinhardt
07Django Et Le Quintette Du Hot Club De France– Manoir De Mes RevesDjango Reinhardt
08Django Et Le Quintette Du Hot Club De France– Oui (Si Tu Me Dis Oui)Django Reinhardt
09Django Et Le Quintette Du Hot Club De France– CavalerieDjango Reinhardt
10Django Et Le Quintette Du Hot Club De France– Fleur D'EnnuiDjango Reinhardt
11Django– Blues ClairDjango Reinhardt
12Django– Improvisation No3 - Part 1Django Reinhardt
13Django– Improvisation No3 - Part 2Django Reinhardt
14Django Et Son Orchestre*– BellevilleDjango Reinhardt
Django Reinhardt Es gibt drei Kategorien von Künstlern. Solche, die zu Lebzeiten als gute... more
"Django Reinhardt"

Django Reinhardt

Es gibt drei Kategorien von Künstlern. Solche, die zu Lebzeiten als gute Musiker bezeichnet werden. deren wahre Genialität man aber erst nach ihrem Tode erkennt. Dann gibt es die Musiker, die zu Lebzeiten gefeiert und gewürdigt werden, die aber nach ihrem Tode mehr und mehr in Vergessenheit geraten, weil man erkennt, daß sie den Nachkommenden nicht mehr viel zu sagen haben. Und schliesslich gibt es die Musiker, die einem größer erscheinen, je mehr Jahre seit ihrem Tode verstrichen sind. Zu den letzteren gehört Django Reinhardt. Ich besinne mich noch der Jahre 1934 und 1935, als ich die ersten Platten des Hot-Club-Quintetts erhielt. Damals sah man Stephane Grappelly noch als den genialeren Musiker im Vergleich mit Reinhardt an. Zehn Jahre später hatte sich der Vergleich umgekehrt. Und wieder zehn Jahre später waren es die Amerikaner, die den Europäern klarmachten, daß es nur einen Musiker in der Geschichte des Jazz gab, der als Europäer den Amerikanern Vorbild sein konnte, eben Django Rein-hardt. Dabei ist es bisher geblie-ben. Noch ist kein europäischer Jazzmusiker aufgetaucht, der seinerseits die Amerikaner beein-flußt hätte oder gar drüben auf Grund seiner Plattei eine Art Schule hätte ins Leben rufen können.

Die vorliegende „Milestones"- Platte zeigt gewissermaßen in einer Nußschale den Menschen und Musiker Django Reinhardt, jene unbeschreibliche Mischung von zigeunerhaftem Vagantentum und Naturverbundenheit, von fran-zösischer Lebens- und Sinnen-freude und von Amerikanismus, die den Menschen und Musiker Django Reinhardt ausmachen. Schon die ersten Takte von „Minor Swing" rühren in ihrer nostalgi-schen Molltonart, aus der Django aber bald temperamentvoll aus-bricht. Der Evergreen ,,Georgia" wird von Freddy Taylor gesungen, einem farbigen amerikanischen Entertainer, mit dem Django 1935 in der exklusiven „Villa d'Este" an den Champs-Elysees aufgetreten war. Diese Aufnahme brachte meine erste persönliche Begeg-nung mit dem großen GItarnsten. Die übrigen Titel der ersten Platten-seite zeigen Django unter verschie-denen Aspekten. Da ist das Solo auf der unverstärkten Gitarre „Echoes of Spain". Kein Jazz, wohl-verstanden, aber pure Musik wie sie ihm bei dem Gedanken an die Zigeuner auf der Wallfahrt nach Saintes Maries-de-la-mer eingefallen sein mag. Das Duo „Out of Nowhere" mit dem Geiger Grappel-ly zeigt ihn nicht nur als einfühl-samen Begleiter in kammermusika-lischem Rahmen sondern auch von unglaublicher Sensibilität in der Behandlung der Harmonien.

Die Aufnahme von „Lady Be Good" mit dem damaligen Gipfeltreffen von drei Geigern dürfte für alle eine Überraschung sein, die glauben, die Violine sei erst durch die moderne Pop-Jazz-Musik populär gemacht. Eingangs- und Schluß-Chorus sind von Diango arrangiert, er selber spielt die erste Impro-visation,gefolgt von Michel Warlop (1911-1947), dann Stephane Grap-pelly und schließlich, mit Doppel-griffen, Eddi South, dem farbigen Geiger aus den USA, der 1937, dem Jahr der Weltausstellung in Paris, dort im „Ritz"-Hotel spielte. Ebenso überraschend wird für viele Bachs Doppelkonzert in d-moll für zwei Violinen sein, interpretiert von South und Grappelly, die lediglich von Django Reinhardt begleitet werden. Damals, In der Schellack-zeit, brachte die A-Seite das Thema quasi notengetreu, aber in Swing-Manier, und die B-Seite die Improvisation. Im Aprilheft 1938 der Zeitschrift „Jazz Hot" schrieb damals Hugues Panassie: „Es wäre falsch, zu behaupten, daß Bach durch die Jazzinterpretation gewinnen sollte, aber es sollte auf die mehr oder weniger direkten Beziehungen zwischen der Musik von Bach und dem Jazz hingewiesen werden".

In den Jahren vor dem Krieg war Pans für den europäischen Jazz das, was Harlem für den amerikanischen war, besonders im Jahr 1937. Und alle, die an die Seine kamen, woll-ten mit Django spielen. „Crazy Rhythm* zeigt zwei der bedeutend-sten von ihnen: Coleman Hawkins und Benny Carter. Der Titel ist ein Meilenstein für die Fortschritte im europäischen Jazz; denn er zeigt zwei europäische und zwei amerikanische Saxophonisten im Wettstreit: zunächst Andre Ekyan (Alt) und Alix Combelle (Tenor), gefolgt von Benny Carter (Alt) und Coleman Hawkins (Tenor, mit zwei Chorus-sen). Grappelly spielt hier ausnahmsweise einmal Klavier. — In einer Woche im April 1937 ging das Quintett dreimal ins Studio, um 17 Titel einzuspielen, die in ihrer Geschlossenheit als eine der grandiosesten Leistungen in der Jazzgeschichte bezeichnet werden müssen, vergleichbar etwa den Meilensteinen von Armstrongs Hot Five und Hot Seven der Jahre 1927/28 oder den Ellington-Sessions von 1940 mit Jimmy Blanton. Drei der Titel wurden auf der B-Seite untergebracht: Der Evergreen „Rose Room" (auf dessen Harmonien Ellington später „In A Mello-tone" aufbaute), die typische Django-Komposition „Tears" und die Zug-Imitation „Mystery Pacific".

Man muß staunen, wieviel Lautmalerei allein mit Saiteninstrumenten möglich ist! „Nuages", Djangos populärste Komposition, durfte nicht fehlen. Sie entstand, als Grappelly und Reinhardt durch den Krieg getrennt waren; die Klarinette Hubert Rostaings trat an die Stelle der Geige. Nicht minder schon, wenn auch nicht ganz so bekannt, ist „Manoir de mes reves", nach dem Kriege von Django und einer Big Band amerikanischer Soldaten aufgenommen. Eine Vorkriegsauf-nahme aus der Zeit des Höhepunkts des einmaligen französischen Quintetts schließt den Reigen. Mir ist kein Jazzmusiker bekannt, dem namhafte Dichte,' ein Denkmal in Zeilen gesetzt hätten, aber Djangos Kunst wurde gleich von zwei Poeten verherrlicht. Der eine ist James Jones in seinem Roman „Verdammt in alle Ewigkeit" (s. Zitat im Doppelalbum Django Reinhardt der „Serie 2000"). Der andere ist kein Geringerer als Jean Cocteau. Als er Django zum ersten Mal hörte und kennenlernte, inspirierte er ihn zu einer seiner Gestalten in „Les enfants terribles", und nach seinem Tode schrieb er: „Sein Rhythmus war ihm so zu eigen wie einem Tiger die Streifen, sie steckten ihm in der Haut".
Dietrich Schulz-Köhn

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