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Who was/is The Waikikis ? - CDs, Vinyl LPs, DVD and more


 THE WAIKIKIS   Hawaii Tattoo 

Hawaii war der Hammer. Auch ohne neudeutsche Tourismus-Modalitäten wie 'last minute', 'all inclusive' und 'stand by' Baströckchen und Blütenkränze, hüftwackelnde Schönheiten mit Glutblick, Hula und Aloha – Hawaii war einmal das Südsee-Mallorca der Deutschen, wenn auch nicht mit direktem Fußsohlenkontakt im Sandstrand vor Ort, so doch immerhin mit dem Finger auf dem Diercke-Atlas oder dem Leuchtglobus in der plüschigen Wohnstube; garantiert aber als tönende Schwärmerei im Ohr.

Deutschland, Mitte der fünfziger Jahre. Noch immer kämpfen die Menschen gegen Schutt und Schande des Weltkriegsverbrechens. Der Alltag von Otto und Ottilie Normalverbraucher ist noch immer grauer, als der feine Zwirn einiger weniger, die sich – warum auch immer – schon wieder "etwas leisten" können. Zum Beispiel Ferien, Urlaub, Reisen in ferne Länder – für das Gros der Bevölkerung sind das allerdings noch unerfüllbare Sehnsüchte. Per Bummelzug zum Camping ins Sauerland, in die Rhön oder den Harz – oftmals das höchste der Gefühle. Häufigste Ausflugsziele bleiben (falls nicht weggebombt) 'Balkonien' oder 'Bad Meingarten', das kleine Rasenstück hinter der Mietskaserne.

Traumwelten mußten her; Phantasien, auf die sich jeder immer und immer wieder einlassen konnte. Reiseberichte in Zeitungen halfen dabei, Kinofilme und natürlich Schallplatten. Der boomende deutsche Schlager war das bevorzugte Medium für kurzfristige Entführungen auf Vinyl. Sie kamen in drei Wellen über das Land. Fernziel Nr. 1: Amerika! Von dort waren wenige Jahre zuvor verkleidete Männer mit Kaugummi, Schokolade und Zigaretten gekommen. Dort, etwa in Arkansas, am Mississippi oder bei den Sattel-Schleppern in Laramie, dort mußte es doch ganz einfach schön sein. Fernziel Nr. 2: Bella Italia! Per Moped, im Kabinenroller oder auch nur in Gedanken mal eben hinter den Brenner, auch das machte glücklich, war "schau".

Doch was waren die wilde Prärie oder heiße Nächte in Napoli gegen "sie" – die geheimnisvolle, Lichtjahre entfernte, schier unerreichbare Inselwelt?! Buntstreifen lockten Millionen mit diesem Thema in die Lichtspielhäuser: 'Träume von der Südsee' (mit Vico Torriani, 1957), 'Freddy und das Lied der Südsee' (mit Herrn Quinn, 1962), 'Unsere tollen Tanten in der Südsee' (mit Gunther Philipp, Trude Herr) – harmlose, zugkräftige Unterhaltungsfilmchen durchweg. Wen scherte es da schon, daß in 'Blaue Jungs' 1957, u. a. mit Karlheinz Böhm, Claus Biederstaedt, Walter Giller) Mitglieder der Kriegsmarine einen mehr als fragwürdigen Landgang auf Tahiti als offenbar "friedliche Übernahme" verstanden. . .?! Kein Problem – Hauptsache, es konnte geschwelgt werden.

Mit Musik ging schon im Vorkriegs-Deutschland in Sachen Südsee alles besser, machte pseudo-polynesisches Wortgeklingel die Menschen hellhörig – als nämlich Paul Abraham (1892 – 1960) dem Publikum seine Operette 'Die Blume von Hawaii' mit Liedern wie Du traumschöne Perle der Südsee, Ein Paradies am Meeresstrand und Blume von Hawaii servierte. Das war 1931. Auch ein Klassiker wie Eine Insel aus Träumen geboren von Peter Kreuder, Friedrich Schröder und Hans-Fritz Beckmann entstand bereits 1938.

Auszug aus dem Booklet BCD16360 - WAIKIKIS Hawaii Tattoo
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The Waikikis: Hawaii Tattoo
Art-Nr.: BCD16360
 

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1-CD with 16-page booklet, 32 tracks. Playing time approx. 74 mns. Grass skirts and leis, hula-dancing babes with fire in their eyes, tropical nights under the palms ....that was how Hawaii appeared to Germans in the Fifties. It had the same exotic appeal then...

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