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Jane

Die Band aus der niedersächsischen Hauptstadt Hannover gehörte zu den wohl wichtigsten deutschen Gruppen des melodischen Hardrocks der 70er. Krautrock-Veteranen, die mit dem ersten Dutzend ihrer Alben eine Gesamtauflage von 12 Millionen Exemplaren erzielten und die "zeitlebens recht hart und boden- ständig rockten – und noch dazu ziemlich erfolgreich" (ROLLING STONE).

Die Ursprünge von Jane gehen auf die Band The J.P.s ("Justice Of Peace") aus den späten Sechzigern zurück. Die Psychedelic-Rock-Band veröffentlichte 1968 eine Single Save Me / War in der Besetzung Wolfgang Krantz (b), Claus Zaake (dr), Hess (g) und Panka (voc). Nach der Veröffentlichung kam noch Nadolny (sax) als fünftes Mitglied hinzu. Ende 1970 hatten sich die The J.P.s aufgelöst. Panka (jetzt voc, dr), Hess und Na- dolny (jetzt key) schwebte eine professionelle Rockgruppe vor, die internationalen Ansprüchen gerecht wurde. Im Frühjahr rekrutierte das Trio Bassist Maucher und Power-Sänger Pulst. Das Quintett handelte mit dem BRAIN-Label einen langfristigen Vertrag aus und debütierte im Frühjahr 1972 mit dem von Conny Plank produzierten Album 'Together'. "Gesang in gebrochenem Englisch, ein ausdrucksstarker Blues-Sound mit dröhnenden Les-Paul-Soli, Wänden aus Hammond-Orgel-Kulissen und Pankas hypnotisch oszillierendem Schlag- zeugsound, charakterisierte die Musik von Jane für die nächsten 40 Jahre" (TROUSER PRESS). 'Together' wurde von der deutschen Musikpresse sehr positiv aufgenommen und Pulst 1971 sogar zum "Sänger des Jahres" (SOUNDS) gekürt.

Ermutigt durch positive Kritiken und gut besuchte Konzerte, setzten sich Jane hohe Ziele. Trotzdem begann eine fast ununterbrochene Abfolge von Besetzungswechseln in der Band. Jane gaben für ihr 73er Album 'Here We Are' den Synthesizern mehr Platz, die für räumliche Atmosphären und einen spacigen Rocksound auf der Platte sorgten. Obwohl bei Jane die Besetzung ständig fluktuierte, "erlitt die Band keinerlei Sub- stanzverlust" (ROCK IN DEUTSCHLAND). Kurz nach dem Album 'Jane III' stiegen Mau- cher und Krantz aus und gründeten, ge- meinsam mit Arndt Schulz (g, voc) und Werner Löhr (dr, voc) die Band Harlis. Für sie kamen Martin Hesse (b) und Gottfried Janko (key) neu zu Jane. In dieser Beset- zung erschien das "etwas optimistischere 75er Album 'Lady'" (ROCK IN DEUTSCH- LAND). Etwa zeitgleich begleitete Gitarrist Matthias Jabs von den Scorpions die Band für kurze Zeit bei bei einigen Live-Auftrit- ten.
Für das 76er Album 'Fire, Water, Earth And Air', einem expansiven "33-minütigen sinfonischen Progressive-Rock-Meisterwerk" (DISCOGS), bei dem die Band mit dem Kunstkopf-Verfahren wieder unter der Regie von Conny Plank arbeitete, war Keyboarder Nadolny zurückgekehrt.

Das 77er Live-Doppel-Album 'Live At Home' enthielt ein komplett in der Heimatstadt Hannover mitgeschnittenes Konzert. In der stabilen 75er Besetzung spielten Jane dann die Alben 'Between Heaven And Hell' (1977) und 'Age Of Madness' (1978) ein. Letzteres wurde im eigenen 24-Spur-Studio aufgenommen und enthielt überra- schenderweise für Jane völlig untypischen, bombastischen Chorgesang. Live präsentierte die Band das Album auf einer erfolgreichen Europatournee mit Quadrophonie-Effekten, für die sie Lautsprecherboxen in allen vier Hallenecken aufstellen ließen.

Das nächste Jane-Album, 'Sign No. 9' (1979), wurde als Trio – Hess, Hesse, Panke – eingespielt und erhielt extrem zwiespältige Kritiken: Der "nach wie vor schwerblütige Romantik-Rock klang fade und langweilig" (ROCKLEXIKON DEUTSCHLAND). Zusätzlich gab es An- zeichen von kreativem Burnout und einige Zweifel nicht nur in den Köpfen der Anhänger, sondern auch inner- halb der Band. "Ich fühlte mich musikalisch ziemlich ausgelaugt" (HESS). Das Trio Hess, Hesse und Panke buchte deshalb einen ausgiebigen Urlaub auf Ibiza und traf dort auf den exzentrischen jugoslawischen (heute serbischen) Sänger, Gitarristen und Keyboarder Predrag Peða Jovanoviæ – alias 'Pedja' (ex-Lutalice) – Sohn der serbischen Folk-Sängerin Mila Matiæ...

KRAUT! ist ein feiner Krautrock-Querschnitt in vier Ausgaben, regional nach Regionen – Norden, Mitte, Süden und Berlin – sortiert, mit den größten Hits, viel längst vergessener Musik und den wichtigsten Songs.
Burghard Rausch

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