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Various - Die Neue Deutsche Welle (NDW) Aus grauer Städte Mauern - Die Neue Deutsche Welle (NDW) 1977-85, Teil 2

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Various - Die Neue Deutsche Welle (NDW): Aus grauer Städte Mauern - Die Neue Deutsche Welle (NDW) 1977-85, Teil 2


 

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Artikeleigenschaften von Various - Die Neue Deutsche Welle (NDW): Aus grauer Städte Mauern - Die Neue Deutsche Welle (NDW) 1977-85, Teil 2

  • Interpret: Various - Die Neue Deutsche Welle (NDW)

  • Albumtitel: Aus grauer Städte Mauern - Die Neue Deutsche Welle (NDW) 1977-85, Teil 2

  • Format CD
  • Genre Schlager und Volksmusik

  • Music Genre Deutsche Oldies / Schlager
  • Music Style Deutsche Oldies 1930-1950
  • Music Sub-Genre 300 Deutsche Oldies 1930-1950
  • Title Vol.2, Aus grauer Städte Mauern - NDW 1977-85
  • Release date 2015
  • Label Bear Family Productions

  • Price code BS
  • SubGenre Schlager & Volksmusik

  • EAN: 5397102173721

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Artist description "Various - Die Neue Deutsche Welle (NDW)"

Die Neue Deutsche Welle - NDW

Kaum eine Musikrichtung hatte Ende der 70er/Anfang der 80er Jahre die musikalische Nation so sehr gespalten wie die “Neue Deutsche Welle“. Für die einen zu schräg oder zu abgefahren, für die anderen der Aufbruch zu neuen musikalischen Ufern, ein belebender Aspekt in der dümpelnden Musiklandschaft oder ein Energie-Stoß für eine gesamte Branche und für wieder andere einfach nur zu albern oder übelster Kommerz. Die “Neue Deutsche Welle“ war bis Anfang der 80er, vor der kommerziellen Entdeckung durch die Major-Labels, eine authentische Untergrundbewegung, deren Ursprünge direkt in der britischen Punk- und New Wave-Bewegung lagen. Etliche Bands von damals konnten und/oder wollten den Schritt auf die kommerzielle Seite des Geschäfts nicht mitvollziehen und gerieten später in Vergessenheit. Ende der 70er war es höchste Zeit, dass sich in der deutschen Musikszene etwas bewegte. Jahrzehnte wurde fast ausschließlich die englische und US-amerikanische Musik kopiert. Die einzigen deutschen/deutschsprachigen Stars hießen Udo Lindenberg, Peter Maffay oder Marius Müller-Westernhagen.

Die “Neue Deutsche Welle“ war das “einzige nennenswerte Pop-Ereignis in Deutschlands populärer Musik seit dem Zweiten Weltkrieg“ (Thomas Schwebel v.d. “Fehlfarben“). Daraus wuchs eine Independent-Szene, die noch heute einen Marktanteil von ca. 20% hat und die sich seit weit über 30 Jahren gegen die Major-Labels behaupten kann. Aber es gab wohl auch kaum eine Musik-Szene, deren Start von der Musikindustrie so verschlafen, anfangs bekämpft, dann blitzartig übernommen, so brutal-rücksichtslos vermarktet und so schnell so eiskalt wieder fallen gelassen wurde. Keine Musikrichtung war vor dem Etikett “NDW“ sicher – Pop, Rock, Blues, Punk, Dilettanten, Volksmusik, Atonal, Schlager, Rockabilly - alles wurde eingemeindet und mit dem Etikett “Neue Deutsche Welle“ versehen. Was Mitte der 80er in seichten Schlagerpop überging, hatte mal als Aufstand gegen eine erstarrte Musikwelt begonnen, als Gegenwehr gegen die schwerfällige internationale Popmusik. Die Musiker und Bands produzierten plötzlich mit den einfachsten Mitteln und begannen selbst eigene Strukturen aufzubauen, um sich gegen die Gigantomanie der übermächtigen Major-Labels aufzulehnen, sich nicht hineinreden zu lassen und selbst die Kontrolle über ihr “Produkt“ zu behalten (“Rondo“-Werbespruch: “Höre Staune gute Laune“). Eigenproduktion und Eigenvertrieb von Singles in kleinen Stückzahlen, kleine unabhängige “DIY“ (Do It Yourself) - und Selbstverlags-Labels wie “Schallmauer“, “Rondo“, “No Fun“, “Pure Freude“, “Rip Off“, “Atatak“, “Zick Zack“, “Konneckschen“ und alternative Plattenläden schufen die Voraussetzungen dafür.

Die Verwendung von deutschen Texten, die ein neues bislang unbekanntes Zusammengehörigkeitsgefühl schuf, hatte schon die deutsche Punkszene erfolgreich eingeführt. Sowohl junge, als auch gestandene Musiker, die in der damaligen Zeit kaum etwas zu verlieren hatten, ließen sich von der Philosophie und von den Erfahrungen der Punks anstecken. Wie schon in der Mitte der 70er war plötzlich alles machbar und möglich („Das Kannst Du Auch“). Die ausgeknobelten Arrangements, die überladenen Produktionen, die “zentnerschweren Botschaften“ (ICHWILLSPASS) wurden einfach über Bord geworfen, um der spartanischen Instrumentierung und den einfachen Akkordfolgen Platz zu machen. Jeder spielte so, wie er konnte, komponierte so wie er wollte und produzierte in der Küche, einer Ecke des Schlafzimmers oder – fast schon professionell – in der Garage. Die Bands nahmen in Eigenregie Platten oder Musik-Cassetten auf, die sie dann anfänglich eigenhändig, dann im Eigenvertrieb in die Läden brachten und waren darauf angewiesen, sich und ihre Musik zu vermarkten (Es Geht Voran). Auf jeden Fall war die “NDW“ eine Initialzündung der kleinen Labels mit ihren wachsenden Vertriebsstrukturen und den neuen Vertriebswegen. Mit den einfachsten und simpelsten Produktionen, die teilweise bis heute Bestand haben, obwohl so einige Innovationen auf der Strecke blieben. Die große Musikindustrie wurde damals regelrecht ausgekontert und bestaunte anfänglich nur dieses Phänomen. Schuld daran waren nicht zuletzt die sogenannten Talentscouts, die Musikindustrienasen in Nadelstreifen und Hipsterbärten, die schon Jahrzehnte keinen Musikclub mehr von innen gesehen hatten. Die großen Plattenfirmen setzten immer nur auf die Topverdiener der Branche, ohne dafür zu sorgen, dass neue Acts heranwachsen konnten und setzten auf die Trends, die garantiert bereits am Abebben waren. Auf jeden Fall bestimmte die “NDW“ eine kurze und entscheidende Zeit der deutschen Rockmusik. Die “Neue Deutsche Welle“ brachte furchtbare Songs hervor, die äußerst ernst gemeint waren, furchtbar belanglose Stücke, die nicht so ernst gemeint waren, extrem gute Titel, die auch so gemeint waren und Songs, die die Zeit überdauert haben und die heute als echte Klassiker gelten.

Die Bezeichnung “Neue Deutsche Welle“ bezeichnete die (fast ausschließlich) deutschsprachige Variante des Punkrock und der “New Wave“, die ab der zweiten Hälfte der 70er die internationale Rockmusikszene umkrempelte. 1977/78 tauchten auch in Deutschland etliche lokale neue Bands auf, die nach dem Vorbild des englischen Punkrock eine eigenständige Rockentwicklung in Gang setzten und dabei erstmals völlig unverkrampft die deutsche Sprache für ihre Songs nutzten. Bis dahin hatten sich nur Udo Lindenberg, Reinhard Mey, “Ihre Kinder“, Marius Müller-Westernhagen und Peter Maffay um deutsche Texte verdient gemacht. Ansonsten sangen in den 70ern die westdeutschen Bands in englischer Sprache. Der “NDW“ ist es zu verdanken, dass die deutsche Sprache auf breitem Feld im Bereich der deutschen Rock- und Pop-Musik Einzug halten konnte. Dahinter standen auch die sich verschärfenden sozialen Spannungen und Konflikte der rapide wachsender Jugendarbeitslosigkeit der 70er und ein um sich greifendes Gefühl der sozialen Perspektivlosigkeit, die sich in dieser Musik einen unmittelbaren Ausdruck zu verschaffen suchte, statt wie bisher Rockmusik schon von vornherein mit englischsprachigen Texten auf den internationalen Vermarktungszusammenhang hin zu konzipieren. Dabei war die “NDW“ eine vornehmlich westdeutsche Angelegenheit, denn in der DDR wurde schon von jeher deutsch gesungen. Dies lag aber nicht an einem “höheren Selbstbewußtsein oder einem schöpferischen Vorsprung“ (MUNZINGER) der DDR-Rocker. Der DDR-Rockmusik wurde die deutsche Sprache von staatlicher Seite vorgeschrieben. Dass aber ausgerechnet mit Nina Hagen und ihrer ersten “West“-Band der erste “NDW“-Megastar aus der DDR kam, passte in die Aufbruchstimmung, die scheinbar alles ermöglichte

Der Begriff “Neue Welle“ wurde erstmals 1977 vom Joseph-Beuys-Schüler Jürgen Kramer verwendet. In den 80ern setzte sich Kramer intensiv mit “Punk“ und “New Wave“ auseinander und brachte die Zeitschrift “Die 80er“ heraus. Auf einem von ihm gestalteten Plakat für ein Konzert in Gelsenkirchen verwendete er den Begriff “Deutsche Welle“. Der Begriff “Neue Deutsche Welle“ tauchte erstmalig im August 1979 im Musikmagazin “Sounds“ auf. Dort hatte der Westberliner Labelbetreiber und Plattenhändler “Zensor“ (Burkhardt Seiler) eine Anzeige des Debüt-Albums der “Deutsch Amerikanischen Freundschaft“ geschaltet und – gemeinsam mit dem “Sounds“-Journalisten Hans Keller die Bezeichnung “Neue Deutsche Welle“ kreiert. Im Oktober 1979 wurde der Begriff dem Musikjournalisten, späteren “Zick Zack“-Labelchef und “Paten des deutschen 'New Waves'“ (MUNZINGER) Alfred Hilsberg in einer wegweisenden und dreiteiligen Artikelserie von der “Sounds“-Redaktion gegen seinen Willen vor die Nase gesetzt: “Neue Deutsche Welle – Aus Grauer Städte Mauern“: “In Westdeutschland und Westberlin findet eine neue Musik statt. Sie wird gemacht und wird gehört. Einige nennen es immer noch 'Punk' und wollen es sein. Andere wissen mit diesem Begriff nichts mehr anzufangen. Dutzende von Gruppen arbeiten in Wohnzimmern, Übungsräumen, Studios. Manche spielen, um sich und ihren Fans Spaß zu bringen. Andere haben ernstere Ansprüche, entwickeln Konzepte, neue Töne. Und arbeiten mit deutschen Texten. Sie spielen in wenigen Clubs, organisieren bereits erste Tourneen. Treten auf Lastwagen auf. Keiner lebt von der neuen Musik, Sie gehen arbeiten, zur Schule, studieren, nehmen Kredite auf, wohnen zu Hause oder in einer Kommune. Manche sind erst 15, andere bald 30. Die 'neue Welle' ist schon lange nicht mehr Anhängsel der angloamerikanischen 'Rock-/Punk'-Tradition. Die Auseinandersetzung mit sich selbst, mit dem Leben hier und heute, schafft neue Inhalte/Formen“ (Alfred Hilsberg in SOUNDS).

Die großen Plattenlabels ignorierten anfangs die Gruppen der “Neuen Deutschen Welle“. Sie waren ihnen zu grob, zu ungestüm, galten als nicht kommerziell und nicht vermarktbar. Auf der anderen Seite gab es auch bei den Bands und beim Publikum größte Vorbehalte gegen eine Zusammenarbeit mit der Großindustrie. Die großen Plattenfirmen wurden von vielen jungen Bands abgelehnt, da man sich mehr als Subkultur sah und häufig nicht gemeinsame Sache mit den "Kapitalisten" machen wollte. Also wurden unabhängige Labels gegründet, um ganz nach dem englischen Vorbild neue Bands selbst zu vertreiben. Allerdings änderte sich dieser Zustand zusehends mit dem immer größer werdenden Interesse der Mediengiganten. Die ersten Vermarktungskampagnen mit Gruppen wie “Fehlfarben“, der “Nina Hagen Band“ oder der “D.A.F.“ stießen allseits auf viel Resonanz und die Major-Labels nahmen plötzlich so ziemlich alles unter Vertrag, was deutsch sang, einigermaßen neu oder auch nur “lustig“ klang – auch wenn es mit dem Etikett “NDW“ nichts zu tun hatte – notfalls wurden Retortenbands ins Leben gerufen.


Various - Die Neue Deutsche Welle (NDW) Vol.1, Aus grauer Städte Mauern - NDW 1977-85

Auszug aus...
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From: BF Presse 2015-09-08 10:50:47

Praller Mix

Oldiemarkt 9/15 "Wie üblich bei der Firma aus Norddeutschland gibt es einen prallen Mix ausStars, Vergessenen und den unvermeidlichen Bands, die sich am Rande des Stils bewegten."

 
From: BF Presse 2015-08-25 10:25:53

Meisterleistung

DPA 4.08.15 "Die erste Doppel-CD der auf vier Parts angelegten Serie "NDW - Aus grauer Städte Mauern" ist bereits erschienen, jetzt kommt Teil 2, wiederum ein kurzweiliges Vergnügen, das zwischen Grausen, Staunen, Spaß, Verwunderung und Enthusiasmus pendelt. Das 150 Seiten starke Booklet ist an sich schon ein Genuss und eine Meisterleistung."

 
From: BF Presse 2015-07-31 09:41:22

Es gibt viel zu entdecken

Galore 8/2015 "Es gibt viel zu entdecken...es ist der Verdienst dieses Samplers, dass er neben den großen Erfolgen auch die übersehenen Perlen versammelt."

 
From: BF Presse 2015-07-21 12:10:29

Ausnahmestellung

Good Times 4/2015 "Auch mit dem zweiten Teil der auf vier Ausgaben ausgelegten Rückschau auf die Neue Deutsche Welle zeigt Bear Family seine Ausnahmestellung in Sachen Aufarbeitung musikalischer Geschichte."

 
From: BF Presse 2015-07-07 11:04:01

Fleissarbeit

Spiegel Online 6.7.2015 "Verantwortlich für die detektivische Fleissarbeit sind die Musikarchäologen der Firma Bear Family."

 
 
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