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Who was/is Guitar Slim & Jelly Belly ? - CDs, Vinyl LPs, DVD and more


Guitar Slim and His Band

Guitar Slim and His Band

The Things That I Used To Do

(Eddie Jones)

Specialty 482

 

Der Mann wusste, wie man auf der Bühne Aufsehen erregte: Eddie 'Guitar Slim' Jones trug knallrote, blaue und grüne Anzüge und Schuhe – und färbte sich das Haar jeweils passend dazu! Er betrat die jeweilige Spielstätte und verließ sie wieder, während er seine an einem 60-Meter-Kabel angeschlossene Gitarre auf den Schultern eines muskulösen Roadies reitend spielte. Und er drehte die Lautstärke seiner Klampfe bis zum Anschlag auf – nur mit Höhen, keine Bässe, durch blechern klingende Lautsprecher, um eine beißende Verzerrung zu erreichen, die den Rockern der Zukunft mindestens ein Jahrzehnt voraus war. Die Leute im Süden wurden schnell auf ihn aufmerksam.

"Er war unglaublich. Er hatte etwas Charismatisches an sich, das die Leute anzog, bevor er überhaupt Platten gemacht hatte. Er ging einfach irgendwo hin und trat auf, und wenn er das nächste Mal erschien, war da eine Menschenmenge", sagte sein Schüler aus New Orleans, der 2003 verstorbene Earl King. "Da waren Menschentrauben durch Mund-zu-Mund-Propaganda: 'Guitar Slim kommt wieder!'"

Auch die Leute aus seiner Nachbarschaft in New Orleans bemerkten es. "Acht Uhr morgens mit aufgedrehtem Verstärker, Mann, du konntest ihn zwei Blocks entfernt noch hören", sagte Earl. "Sie wollten ihn wegen des Lärms aus dem Hotel rauswerfen, in dem er wohnte, aber er scherte sich nicht darum. Keiner hatte zu dieser Zeit eine Ausrüstung wie Slim. Das hatte es noch nicht gegeben. Jeder hatte diese kleinen winzigen Amps, aber Slim verwendete das P.A.-System mit großen Lautsprechern. Manche Sachen waren  seine eigenen Erfindungen. Mann, was für ein Typ!"

Am 10. Dezember 1926 in Greenwood, Mississippi, geboren, hatte der Delta-Bluesmann bis 1950 seinen Weg nach New Orleans gefunden, als er in Frank Painias Dew Drop Inn auftrat. Imperial versuchte es mit Slim ab 1951, aber weder seine beiden Singles für dieses Label noch eine für J-B im nächsten Jahr verkauften sich. Painia brachte den schlaksigen Gitarristen mit der Band des Bassisten Lloyd Lambert zusammen und verschaffte ihm ein Vorspielen bei Johnny Vincent, der zu dieser Zeit als A&R-Mann für Specialty Records arbeitete. Am 26. Oktober 1953 ging Slim in Cosimo Matassas J&M Studio in New Orleans, um seine ersten Aufnahmen für Specialty mit Lamberts Crew zu machen: Drummer Oscar Moore, vier Bläser, darunter der Tenorsaxofonist Joe Tillman, sowie der junge Pianist Ray Charles, der zusätzlich ausgeliehen wurde und auch für die Arrangements zuständig war.

Slims ungleichmäßiges Timing führte dazu, dass für jeden Song, der an diesem Tag aufgenommen wurde, zahlreiche Versuche notwendig waren, auch für sein Meisterwerk The Things That I Used To Do. Die Bläser wiegen sich im Rhythmus, Slim singt mit der Leidenschaft eines Glaubensbekenntnisses und seine Gitarre bringt rohe Emotionen rüber (Brother Rays freudiges 'Yeah!' im letzten Break zeigt wahrscheinlich, wie froh er war, endlich einen verwertbaren Take zu erhalten). Der Chef von Specialty, Art Rupe, war dennoch völlig unbeeindruckt und sagte Vincent, dass sein Job auf dem Spiel stehe, wenn die Platte ein Misserfolg werde. Johnny konnte gut lachen, als Slim Anfang 1954 volle 14 Wochen an der Spitze der R&B-Charts stand. Things kam sogar bis auf Platz 23 der Pop-Hitparade – dies hatte ein Southern Blues nie zuvor geschafft.

- Bill Dahl -
Chicago, Illinois

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